Ein personeller Wechsel an der Spitze markiert oft den Beginn einer neuen Ära. Für den Kreisverband Gifhorn der Partei Die Linke ist dieser Moment nun gekommen: Mit Sandra Zecchino und Roman Laudien steht ein neues, gleichberechtigtes Führungsduo bereit, um die politische Arbeit in der Region zu gestalten und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Ein frischer Wind im Vorstand: Das neue Team stellt sich vor

Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag wurde die personelle Neuaufstellung des Kreisverbandes beschlossen. Die Wahl fiel auf eine Doppelspitze, die sowohl für Kontinuität als auch für neue Impulse steht. Sandra Zecchino und Roman Laudien wurden zu den neuen, gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt und treten damit die Nachfolge von Alexandra Eßmann und Andreas Mantzke an.

Das neue Führungsduo betonte unmittelbar nach der Wahl die doppelte Zielsetzung ihrer künftigen Arbeit. „Wir wollen die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre weiter fortsetzen und Die Linke in Gifhorn noch sichtbarer machen“, erklärte Zecchino. Es gehe darum, die bereits etablierten Strukturen zu nutzen und gleichzeitig die Präsenz der Partei im öffentlichen Bewusstsein des Landkreises zu schärfen. Laudien ergänzte diesen Gedanken, indem er auf die konkreten Erfolge der Vergangenheit verwies: „Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass linke Politik vor Ort konkrete Verbesserungen bewirken kann. Darauf bauen wir auf und wollen unsere Präsenz in der Öffentlichkeit weiter stärken.“

Die Zusammensetzung des neuen Vorstands

Neben der neuen Doppelspitze wurden auch weitere wichtige Positionen im Vorstand neu besetzt oder bestätigt. Die Zusammensetzung des Gremiums zeigt eine Mischung aus erfahrenen Kräften und neuen Gesichtern, die gemeinsam die politische Agenda vorantreiben sollen:

  • Gleichberechtigte Vorsitzende: Sandra Zecchino und Roman Laudien
  • Schatzmeister: Lorant Lehmann (im Amt bestätigt)
  • Beisitzer: Manuela Dreyer-Winkelmann, Christian Keil und Ranko Lehmann

Ein besonderer Dank des Kreisverbandes galt den scheidenden Vorsitzenden Alexandra Eßmann und Andreas Mantzke sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern, die nicht erneut kandidierten. Ihr Engagement habe, so der Tenor der Versammlung, das Fundament gelegt, auf dem der neue Vorstand nun aufbauen kann.

Hintergrund: Die Bedeutung des Wechsels für die Gifhorner Politik

Ein Vorstandswechsel in einem lokalen Parteiverband ist mehr als nur ein Austausch von Namen. Er ist ein strategischer Schritt, der oft im Vorfeld wichtiger politischer Ereignisse stattfindet. Für Die Linke in Gifhorn kommt dieser Wechsel zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da die Vorbereitungen für die nächste Kommunalwahl bereits anlaufen. Die Neuausrichtung an der Spitze signalisiert den Willen, mit frischer Energie und einer klaren Botschaft in den Wahlkampf zu ziehen.

Die Rolle eines Kreisverbandes ist für die politische Landschaft einer Region wie Gifhorn von zentraler Bedeutung. Er ist das Bindeglied zwischen der Bundes- und Landespolitik und den konkreten Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Der Vorstand ist dabei die treibende Kraft, die Themen setzt, Veranstaltungen organisiert und die Partei nach außen vertritt. Die Herausforderung für eine Partei wie Die Linke besteht im ländlich geprägten Landkreis Gifhorn oft darin, ihre Kernanliegen – soziale Gerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum, Stärkung des öffentlichen Sektors – auf die spezifischen Gegebenheiten der Gemeinden und der Stadt Gifhorn zu übertragen und für die Wähler greifbar zu machen.

Strategische Ausrichtung: Voller Fokus auf die Kommunalwahl

Die Aussagen der neuen Vorsitzenden lassen keinen Zweifel an der Priorität des neuen Vorstands: die kommende Kommunalwahl. Hier sieht das Duo die größte Chance, linke Politik direkt in den Alltag der Menschen im Landkreis Gifhorn zu übersetzen und spürbare Veränderungen zu bewirken.

Soziale Gerechtigkeit vor Ort gestalten

„Wir gehen mit voller Energie in die Kommunalwahl. Gerade auf kommunaler Ebene können wir unsere Inhalte direkt in den Alltag der Menschen übersetzen“, so Zecchino. Doch was bedeutet das konkret? Es geht um Themen, die jeden Bürger betreffen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Bezahlbarer Wohnraum: Die Schaffung und der Erhalt von Sozialwohnungen sowie die Eindämmung steigender Mieten sind zentrale Anliegen.
  • Stärkung des ÖPNV: Bessere Taktungen, günstigere Tickets und eine bessere Anbindung der Dörfer an die Kernstadt sind für die Mobilität im ländlichen Raum entscheidend.
  • Gute Bildung und Betreuung: Investitionen in Schulen, Kitas und eine kostenfreie Kinderbetreuung entlasten Familien und schaffen Chancengleichheit.

Starke öffentliche Daseinsvorsorge als Ziel

Roman Laudien unterstrich die Wichtigkeit, die kommunale Ebene als Gestaltungsraum zu begreifen: „Die Kommunalwahl ist die Chance, unsere Ideen vor Ort umzusetzen – für soziale Gerechtigkeit, gute Lebensbedingungen und eine starke öffentliche Daseinsvorsorge in Gifhorn.“ Eine starke Daseinsvorsorge bedeutet, dass grundlegende Dienstleistungen wie Wasserversorgung, Müllentsorgung, Gesundheitsversorgung und kulturelle Angebote in öffentlicher Hand bleiben und nicht dem reinen Profitstreben unterworfen werden. Der neue Vorstand will sich dafür einsetzen, dass diese Bereiche gestärkt und für alle Bürger zugänglich und bezahlbar bleiben.

Der neu gewählte Vorstand wird nun zügig seine Arbeit aufnehmen. Die kommenden Monate werden von intensiven organisatorischen und politischen Vorbereitungen geprägt sein, um Die Linke als starke und wählbare Kraft für die Menschen im Landkreis Gifhorn zu positionieren.

Häufige Fragen

Wer führt den Kreisverband Die Linke in Gifhorn jetzt an?

Der Kreisverband wird nun von einer gleichberechtigten Doppelspitze geführt. Die neuen Vorsitzenden sind Sandra Zecchino und Roman Laudien. Sie wurden auf der Mitgliederversammlung im Februar 2026 gewählt.

Was sind die Hauptziele des neuen Vorstands?

Das zentrale Ziel ist die erfolgreiche Teilnahme an der kommenden Kommunalwahl. Der Vorstand will die Sichtbarkeit der Partei im Landkreis Gifhorn erhöhen und linke Politik für die Bürger greifbar machen. Schwerpunkte sind soziale Gerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum, ein starker öffentlicher Nahverkehr und eine gute öffentliche Daseinsvorsorge.

Warum ist die Kommunalwahl für die politische Arbeit so wichtig?

Auf kommunaler Ebene werden Entscheidungen getroffen, die den Alltag der Menschen direkt beeinflussen. Es geht um Kitas, Schulen, Straßen, Busverbindungen, Müllgebühren und die lokale Wirtschaftsförderung. Hier kann Politik unmittelbar wirken und die Lebensqualität vor Ort verbessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Kreisverband Die Linke in Gifhorn mit der Wahl von Sandra Zecchino und Roman Laudien ein klares Signal für einen engagierten und bürgernahen politischen Kurs setzt. Die Mischung aus dem Festhalten an bewährten Grundsätzen und dem Willen, neue Akzente zu setzen, soll die Partei für die anstehenden kommunalpolitischen Herausforderungen stärken und sie als wichtige Stimme für soziale Belange im Landkreis etablieren.