Der Frühling naht und mit ihm die Lust auf ausgedehnte Fahrradtouren durch den Landkreis Gifhorn. Wer noch auf der Suche nach einem passenden und vor allem günstigen Drahtesel ist oder einfach nur die Spannung einer echten Auktion erleben möchte, sollte sich einen Termin rot im Kalender markieren: Am Samstag, den 14. März 2026, lädt die Stadt Gifhorn zur traditionellen Fundsachenversteigerung ein. Ein Ereignis, das weit mehr als nur Fahrräder zu bieten hat und sich zu einem echten Treffpunkt für Sparfüchse und Schatzsucher entwickelt hat.
Ein Paradies für Sparfüchse und Schatzsucher in Gifhorn
Von 9:30 Uhr bis 12:00 Uhr verwandelt sich die Halle auf dem ehemaligen BGS-Gelände im Wilscher Weg 59 in ein Mekka für Schnäppchenjäger. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auktion stehen rund 80 Fahrräder aller Art und Größe. Doch das ist bei Weitem nicht alles. Die Vielfalt der angebotenen Gegenstände spiegelt wider, was die Bürgerinnen und Bürger im Laufe der Zeit so alles verlieren oder zurücklassen. Von praktischen Alltagsgegenständen bis hin zu unerwarteten Kuriositäten ist alles dabei. Die Veranstaltung bietet eine einzigartige Gelegenheit, hochwertige Gegenstände zu einem Bruchteil ihres ursprünglichen Preises zu erwerben und gleichzeitig nachhaltig zu handeln.
Für Familien gibt es an diesem Tag einen doppelten Grund zur Freude: Parallel zur Versteigerung organisiert die Kindertagesstätte Spatzennest e.V. direkt nebenan einen großen „Flohmarkt für Kindersachen“. So wird der Vormittag zu einem spannenden Ausflug für die ganze Familie.
Was erwartet die Besucher bei der Versteigerung?
Eine Versteigerung von Fundsachen ist immer eine kleine Wundertüte. Man weiß nie genau, welche Schätze sich unter den angebotenen Objekten verbergen. Die Spannung steigt, wenn der Auktionator die einzelnen Posten aufruft und die Gebote durch den Raum schallen. Um bestens vorbereitet zu sein, haben Interessierte ab 9:30 Uhr die Möglichkeit, alle zur Versteigerung stehenden Gegenstände in Ruhe zu besichtigen.
Der Star der Auktion: Die Fahrräder
Mit rund 80 Exemplaren bilden die Fahrräder das Herzstück der Auktion. Die Auswahl ist erfahrungsgemäß breit gefächert und bietet für jeden Bedarf das passende Modell:
- Kinder- und Jugendräder: Perfekt für den Nachwuchs, der aus dem alten Rad herausgewachsen ist.
- City- und Tourenräder: Ideal für den täglichen Weg zur Arbeit oder entspannte Ausflüge ins Grüne.
- Mountainbikes: Für alle, die es etwas sportlicher mögen und die Wege im Landkreis erkunden wollen.
- Spezialräder: Mit etwas Glück könnte sogar ein E-Bike, ein Rennrad oder ein klassisches Hollandrad dabei sein.
Die Fahrräder werden im Fundzustand versteigert, das heißt „gekauft wie gesehen“. Eine kleine Inspektion vor Ort ist daher ratsam, um den Zustand von Reifen, Bremsen und Schaltung zu prüfen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die mit wenig Aufwand repariert werden können, um ein echtes Schnäppchen fahrtüchtig zu machen.
Von Alltäglich bis Ausgefallen: Weitere Fundstücke
Neben den Drahteseln kommen auch zahlreiche andere Gegenstände unter den Hammer. Die Liste der Fundsachen ist oft lang und vielfältig. In diesem Jahr werden unter anderem ein Rollstuhl, Dämmplatten und diverse Kleidungsstücke aufgerufen. In der Vergangenheit fanden sich hier schon Smartphones, Schmuck, Werkzeuge oder Musikinstrumente. Es lohnt sich also, die Augen offenzuhalten – vielleicht wartet genau das, was Sie schon lange gesucht haben, hier auf einen neuen Besitzer.
Hintergrund: Warum veranstaltet die Stadt Gifhorn solche Auktionen?
Die Versteigerung von Fundsachen ist für Städte und Gemeinden keine willkürliche Veranstaltung, sondern eine gesetzliche Aufgabe. Grundlage ist das Fundrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Wenn Gegenstände im Fundbüro der Stadt Gifhorn abgegeben werden, wird zunächst versucht, den Eigentümer ausfindig zu machen. Meldet sich dieser jedoch nicht innerhalb einer gesetzlichen Frist von sechs Monaten, geht das Eigentum an der Sache auf die Stadt über.
Da die Lagerkapazitäten begrenzt sind und die Aufbewahrung Kosten verursacht, werden diese Gegenstände in regelmäßigen Abständen öffentlich versteigert. Die Einnahmen aus der Auktion fließen in den städtischen Haushalt. Die Versteigerung erfüllt somit mehrere Zwecke: Sie schafft Platz im Fundbüro, generiert Einnahmen für die Stadtkasse und fördert vor allem die Nachhaltigkeit. Anstatt funktionstüchtige Gegenstände zu entsorgen, werden sie einem neuen Nutzer zugeführt. Dies schont Ressourcen und den Geldbeutel der Käufer – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten in der Gemeinschaft.
Doppelte Freude: Kinderflohmarkt der Kita Spatzennest
Eine besondere Bereicherung des Vormittags ist der parallel stattfindende Flohmarkt der Kindertagesstätte Spatzennest e.V.. Ebenfalls von 9:30 bis 12:00 Uhr können Eltern und Großeltern hier nach Herzenslust stöbern. Angeboten wird alles rund ums Kind: gut erhaltene Kleidung für Babys und Kinder, Spielzeug, Bücher, Fahrzeuge und vieles mehr. Dies ist die perfekte Gelegenheit, die Ausstattung für den Nachwuchs günstig zu ergänzen und gleichzeitig die Kasse der Kita zu unterstützen. Die Kombination aus Versteigerung und Flohmarkt macht den Ausflug zum BGS-Gelände zu einem lohnenswerten Erlebnis für die ganze Familie.
Häufige Fragen
Was muss ich zur Versteigerung mitbringen?
Es ist wichtig, zwei Dinge dabeizuhaben: einen gültigen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass) zur Identifikation und ausreichend Bargeld. Der Kaufpreis für ersteigerte Gegenstände muss unmittelbar nach dem Zuschlag vor Ort in bar bezahlt werden. Eine Zahlung mit Karte ist in der Regel nicht möglich.
In welchem Zustand sind die angebotenen Gegenstände?
Alle Fundsachen werden in dem Zustand versteigert, in dem sie aufgefunden und abgegeben wurden. Es gibt keine Garantie oder Gewährleistung. Deshalb ist die Besichtigungsphase ab 9:30 Uhr so wichtig. Nutzen Sie diese Zeit, um die Objekte Ihrer Wahl genau zu prüfen, bevor Sie ein Gebot abgeben.
Wie läuft eine solche Versteigerung genau ab?
Unmittelbar vor Beginn der Auktion werden die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben. Ein Auktionator ruft die einzelnen Gegenstände (Posten) nacheinander auf, oft mit einem Startgebot. Interessenten können dann durch Handzeichen oder Zurufe höhere Gebote abgeben. Derjenige, der das letzte und höchste Gebot abgibt, erhält den Zuschlag und kann den Gegenstand nach sofortiger Bezahlung mit nach Hause nehmen.
Die Fundsachenversteigerung der Stadt Gifhorn ist mehr als nur eine Möglichkeit, günstig einzukaufen. Sie ist ein soziales Ereignis, ein Beitrag zur Nachhaltigkeit und eine spannende Erfahrung für Jung und Alt. Ob Sie gezielt nach einem Fahrrad suchen, auf ein besonderes Schnäppchen hoffen oder einfach nur die Atmosphäre genießen möchten – ein Besuch am 14. März 2026 auf dem BGS-Gelände lohnt sich in jedem Fall. Viel Erfolg bei der Jagd nach Ihrem persönlichen Schatz!








