Ein Meilenstein für Gifhorns Bildungslandschaft
Mit einem feierlichen Festakt und einem ereignisreichen Tag der offenen Tür wurde am Freitag, 30. Oktober 2026, die neue Johanna-Menke-Hauptschule in Gifhorn offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Dieses Vorhaben markiert das größte Neubauprojekt der vergangenen Jahre in der regionalen Bildungslandschaft und setzt völlig neue Maßstäbe für modernes Lehren und Lernen. Nach einem zügigen ersten Spatenstich im April 2025 und der termingerechten Übergabe Ende September 2026 hat für die rund 400 Schülerinnen und Schüler sowie die 50 Lehrkräfte der Unterricht in den hochmodernen Räumlichkeiten bereits begonnen.
Zu den rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung und Bildung zählten beim Eröffnungsakt prominente Persönlichkeiten wie Bürgermeister Matthias Nerlich, Kristina Lange als Dezernentin des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Braunschweig, Schulleiter Dr. Detlef Eichner sowie Markus Kellner als Geschäftsführer der Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG. Bei strahlendem Sonnenschein und regem Interesse der Öffentlichkeit wurde deutlich, wie stark dieses Projekt in der Gemeinschaft verankert ist. Familien, Nachbarn und Interessierte nutzten am Nachmittag die Gelegenheit, die an der Jägerstraße gelegenen Gebäude und Außenanlagen beim Tag der offenen Tür genauer unter die Lupe zu nehmen.
Hintergrund: Planung, Kosten und innovative Architektur
Der Weg bis zur feierlichen Einweihung war von einem durchdachten und zukunftsweisenden Planungsprozess geprägt. Die Stadt Gifhorn beschritt bei der Realisierung völlig neue Wege, indem sie ein europaweites Totalunternehmerverfahren anwandte. Ende 2024 fiel die Entscheidung zugunsten der Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG aus Bielefeld, deren Konzept die Fach-Jury am nachhaltigsten überzeugte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Innerhalb einer reinen Bauzeit von nur 18 Monaten entstand ein Gebäudekomplex, der exakt im kalkulierten Kostenrahmen von 31,2 Millionen Euro blieb. Die Investition floss in Gebäude, weitläufige Außenanlagen sowie den repräsentativen Vorplatz an der Carl-Diem-Straße.
Architektonisch besticht der Neubau durch miteinander verwobene Kuben, die sich entlang einer zentralen Bewegungsachse erstrecken. Im Erdgeschoss des Verbindungstrakts befinden sich zentrale Begegnungsstätten wie die Aula, die Mensa, eine moderne Bücherei sowie ein flexibel nutzbarer Multifunktionsraum. Die oberen Etagen beherbergen helle, lichtdurchflutete Lernbereiche, die konsequent nach dem innovativen Cluster-Prinzip konzipiert wurden. Diese Struktur unterstützt nicht nur den individuellen Lernerfolg, sondern fördert auch gezielt die Gruppen- und Teambildung junger Menschen.
Nachhaltigkeit und das moderne Cluster-Prinzip
Ein zentrales Anliegen der Verantwortlichen war ein zukunftsfähiges Energie- und Nachhaltigkeitskonzept. Komplett auf den Einsatz fossiler Brennstoffe verzichtend, deckt eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe den Wärmebedarf des gesamten Komplexes. Damit erfüllt der Neubau die strengsten Klimarichtlinien des Landes Niedersachsen, welches das Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von einer Million Euro unterstützte. Flankiert wurde der Bau zudem durch das bundesweite Startchancen-Programm, das im laufenden Prozess verabschiedet wurde und insbesondere Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Kinder zusätzliche strukturelle Verbesserungen ermöglicht.
Das zugrundeliegende pädagogische Konzept spiegelt sich direkt in den Räumlichkeiten wider:
- Lernhäuser nach Jahrgängen: Die Schülerinnen und Schüler lernen in überschaubaren Einheiten, die eng mit Funktions- und Ruheräumen verknüpft sind.
- Lerninseln: Flexibel nutzbare Zonen auf den Etagen bieten Raum für kreatives Arbeiten in Kleingruppen.
- Campus-Anbindung: Die Schule versteht sich nicht als geschlossener Raum, sondern vernetzt sich eng mit umliegenden Angeboten, ähnlich wie man es von modernen Bildungsinitiativen in der Region kennt. Wer sich für weitere lokale Projekte interessiert, findet spannende Einblicke in unserem Beitrag zur aktuellen Kita-Anmeldung im Landkreis oder stöbert im regionalen Veranstaltungskalender für kommende Events.
Einbindung in den Südstadtcampus
Mit der Eröffnung schließt sich ein logischer Kreis im Rahmen der Stadtentwicklung. Von Beginn an verfolgte die Verwaltung den Gedanken eines offenen Campus. Die Johanna-Menke-Hauptschule agiert somit als integraler Bestandteil des neu konzipierten Südstadtcampus. Durch die Installation eines modernen Campus-Managements und die Kombination mit Einrichtungen wie dem nahegelegenen Haus der Generationen entsteht ein lebendiges Quartier, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Gifhorner Süden nachhaltig stärken soll.
Häufige Fragen
Wann genau wurde die Johanna-Menke-Schule eröffnet?
Die feierliche Eröffnung und Einweihung der Schule fand am Freitag, 30. Oktober 2026, im Rahmen eines offiziellen Festaktes und eines nachfolgenden Tags der offenen Tür statt.
Wie hoch waren die Baukosten für den Neubau?
Die Gesamtkosten für das Gebäude, die Außenanlagen und den Vorplatz beliefen sich auf exakt 31,2 Millionen Euro. Das Projekt blieb damit vollkommen im geplanten Rahmen.
Welches pädagogische Konzept liegt dem Schulgebäude zugrunde?
Die Schule wurde nach dem modernen Cluster-Prinzip errichtet. Jahrgänge und Lernstände bilden überschaubare, räumlich eng verbundene Einheiten aus Klassenzimmern, Lerninseln und Funktionsräumen, um die Teambildung optimal zu unterstützen.
Die erfolgreiche Realisierung der Johanna-Menke-Hauptschule zeigt eindrucksvoll, wie zielgerichtet im Landkreis Gifhorn in die Zukunft junger Generationen investiert wird. Mit modernster Architektur, ökologischer Wärmeversorgung und einem starken Campus-Gedanken bietet dieser Bildungsstandort ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben oder weiterführende schulische Laufbahnen.
