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Matthias Nerlich

Matthias Nerlich

CDUBürgermeisterkandidat:innen· Stadt Gifhorn

Foto: Martina Nolte, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE (Wikimedia Commons)

Steckbrief

Partei
CDU
Amt
Bürgermeisterkandidat:innen
Jahrgang
1972
Beruf
Diplom-Jurist; Bürgermeister der Stadt Gifhorn

Biografie

Matthias Nerlich (Jahrgang 1972, geboren in Gifhorn) ist seit dem 9. November 2011 hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Gifhorn. Bei seiner Wiederwahl am 26. Mai 2019 erhielt er 60,1 % der Stimmen im ersten Wahlgang. Am 17. April 2026 nominierte ihn der CDU-Stadtverband Gifhorn erneut; er trat damit als Amtsinhaber für die erstmals achtjährige Amtszeit an. In der Stichwahl am 27. September 2026 unterlag er Christopher Finck (SPD) mit 38,60 % (5.247 Stimmen) zu 61,40 % — vorläufiges Ergebnis, alle 47 Wahlbezirke ausgezählt.

Nerlich studierte Rechtswissenschaften in Hannover und legte 2000 das Erste juristische Staatsexamen ab; anschließend war er persönlicher Referent des Bundestagsabgeordneten Heinrich-Wilhelm Ronsöhr. CDU-Mitglied ist er seit 1991, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Gifhorn war er von 2001 bis 2012. Vor seinem Wechsel ins Gifhorner Rathaus war er Ratsherr (ab 1996) und Bürgermeister (2001–2011) der Gemeinde Leiferde, Mitglied des Samtgemeinderats Meinersen und ab 2003 Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag. Sein Landtagsmandat legte er am 9. November 2011 nieder.

Mühlenmuseum: Nerlich steht im Zentrum der Debatte um den Kauf des Internationalen Mühlenmuseums durch die Stadt für rund 2,3 Mio. €. Der Bund der Steuerzahler erstattete bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue (§ 266 StGB); die Stadt erklärte, ihr liege keine Anzeige vor, sie arbeite aber mit den Behörden zusammen. In der Auftaktsitzung des Sonderausschusses am 18. Februar 2026 betonte Nerlich, man habe stets im Rahmen der geltenden Vorschriften des Vergaberechts gehandelt.

Positionen

Die Positionen geben die Selbstdarstellung der Kandidat:innen aus Wahlprogrammen, Parteimitteilungen und Interviews wieder — sie sind keine Bewertung der Redaktion.

Wirtschaft▼

Das 2026 startende „Haus der Wirtschaft" im Steinweg als zentrale Anlaufstelle für Betriebe; dazu ein geplantes „Haus der Vereine", Bürokratieabbau und eine bessere Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

Schulen▼

Neubau der Hauptschule am Sportzentrum Süd, anschließend Umbau der Freiherr-vom-Stein-Schule zur Grundschule sowie zwei neue Mensen an Grundschulen.

Brandschutz▼

Neues Gerätehaus und ein Löschfahrzeug LF10 für die Freiwillige Feuerwehr Kästorf, dazu eine neue Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn.

Stadtentwicklung▼

Fortführung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) als Grundlage für das Bundesprogramm „Lebendige Zentren" sowie Schillerplatz-Umgestaltung, energetische Rathaussanierung und Mühlenaller-Aufwertung.

Mühlenmuseum▼

Nerlich weist die Untreue-Vorwürfe zurück: Die Stadt habe beim Erwerb und Betrieb des Mühlenmuseums stets im Rahmen der geltenden Vorschriften des Vergaberechts gehandelt. Die Aufarbeitung laufe im Sonderausschuss des Rates.

Verkehr▼

Umbau des Busbahnhofs und Aufwertung des Bahnhofs Gifhorn Stadt; Belebung der Fußgängerzone und des Nicolaihofs.

Kontakt & Links

Quellen (9)