Jacqueline Kleinhans kündigte ihre Kandidatur für das Bürgermeisteramt am 5. Mai 2026 an. Sie tritt für die von ihr gegründete Bürgerliste „Zukunft–Zuversicht–Zusammenhalt" (ZZZ) an, deren Vorsitzende sie ist. Sie habe die Liste gegründet, so Kleinhans, „weil ich möchte, dass Politik in Gifhorn wieder den Menschen dient – und nicht einzelnen Politikern oder kleinen Machtgruppen für ihr persönliches Fortkommen."
Kleinhans ist Diplom-Pädagogin und arbeitet seit rund zehn Jahren als Schulsozialarbeiterin an einer Gifhorner Schule. Sie ist Mutter einer erwachsenen Tochter. Bekannt wurde sie bislang vor allem über Social Media (TikTok @jacqueline.kleinhans.zzz, rund 18.300 Follower; das Konto trug bis vor Kurzem den Namen @jacqueline.kleinhans.afd).
Auf Anfrage der Redaktion bestätigte Kleinhans am 20. Mai 2026 schriftlich, dass sie weiterhin Mitglied der AfD ist. Sie verweist dabei auf eine laufende parteiinterne Auseinandersetzung um die AfD-Aufstellungsversammlung im Februar 2026, deren Klärung sie vor einem Austritt abwarten will:
Weil ich nicht weglaufe, wenn etwas ungerecht läuft. Ich bleibe solange, bis die Vorgänge aufgeklärt sind durch das Landesschiedsgericht und demokratische Regeln eingehalten werden.
In Gifhorn kandidiert sie ausdrücklich nicht für die AfD — deren Bürgermeisterkandidat ist Robert Preuß — sondern für ihre eigene Bürgerliste. Diese sei, so Kleinhans, „ausdrücklich kein Abkömmling der AfD und keine ‚zweite AfD'", sondern eine „eigenständige, unabhängige Bürgerliste aus der Mitte der Gesellschaft". Politisch stehe ZZZ für „Sachpolitik statt Streit. Transparenz statt Filz. Miteinander statt Ausgrenzung."
